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Wie ein Renault unser Herz eroberte und welche Geschichte dahintersteckt

Wie ein Renault unser Herz eroberte und welche Geschichte dahintersteckt

Woran denkt man, wenn man den Namen französischer Autohersteller hört? Je nachdem was für Erfahrungen man machte, werden die ersten beiden Begriffe wie folgt lauten:

Werkstatt oder Kleinwagen

Beides ist vermutlich auch richtig, technische Perfektion ist nicht unbedingt das, was man von französischen Herstellern kennt. Ganz im Gegensatz zum Mut für innovative, teilweise aber auch bizarre Designs, vor allem wenn man an die Jahrtausenderwende denkt. Was Kleinwagen betrifft, da sind die französischen Fabrikate ganz groß dabei. Das ist auch kulturell verankert da große Autos in Frankreich eher als „prollig“ verachtet wurden.

Kommen wir zurück zu innovativen und teils bizarren Designs. Wie später der Frankenstein Clio V6, welcher erst als eigene Rennserie und ausschließlich dafür gedacht war und nach dem Verlangen der Fans in Kleinserie aufgelegt wurde, so lief es zuvor auch beim Renault Spider.

Der Roadster war eigentlich für das Vorprogramm der Formel 1 gedacht, hatte ein von der Formel 1 abgeleitetes Gitterrohrchassis und eine Karosserie aus Glasfaser verstärktem Kunststoff. Dies brachte das Fahrzeug auf 930 KG bei einer Leistung von 147 PS, welcher ein 2.0L Sauger, angeordnet in der Mitte des Fahrzeuges, auf die Straße brachte. Übrigens das erste Fahrzeug welches offiziell unter der Bezeichnung „Renault Sport“ veröffentlicht wurde und somit die RS Serien von Fahrzeugen entfachte.

Was denkt man sich hier? Erstmal nichts besonders. Die Leistungswerte sind nicht wirklich beeindruckend. Aber das offene Design, in der ersten Baureihe ohne Windschutzscheibe, in Verbindung mit der Einzelradaufhängung und dem sehr direkten, Gokartigem Lenkverhalten machen das Fahrzeug besonders. Mehr als besonders, es bringt einem bereits auf den ersten Metern zu lächeln. Nicht nur einen selbst sondern auch allen Menschen die man begegnet. Dieses besondere Konzept ist so selten, dass Kinder und Erwachsene in gleichem Maße einem den Daumen hoch zeigen, sprachlos dem Fahrzeug hinterherschauen oder rufen „Boah, ist das geil!“

Und ist es nicht das wofür solche Fahrzeuge gebaut wurden? Um Menschen zu begeistern, nicht zwingend für eine bestimmte Marke aber für das Auto an sich.

Mich würde interessieren was Personen aus dem Kreis „Die letzte Generation“ oder „Fridays for Future“ fühlen, wenn sie die Möglichkeit haben in solch einem Fahrzeug durch die Gegend zu fahren. Vielleicht müssen wir daraus ein Experiment machen.

An Renault an dieser Stelle ein Dank – Wir haben uns verliebt. Bitte vergesst solche Fahrzeuge in der künftigen Konzernstrategie nicht komplett.

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